Ich muss an dieser Stelle mal was loswerden: Die Nacht zum 1. Mai ist NICHT dazu da, Autos mit Klopapier zu umwickeln, Haustüren mit Ketchup einzuschmieren und Zahnpasta in Türschlösser zu drücken. Doch, ich verstehe Spaß. In meiner Heimatstadt wurde die Klopapiernummer mal an einem übergroßen Pferdedenkmal vollzogen – sah dann irgendwie nach Zebra aus. Das war lustig.
Alles Andere ist es meist nicht.
Maienstecken geht übrigens eigentlich so:
In der Nacht zum ersten Mai schleichen sich die Jungs mit einem schön geschmückten Maibäumchen vor das Haus ihrer Liebsten. Sie stellen den Baum auf und bewachen ihn. Denn in dieser Nacht sind fiese Bäumchen-Räuber unterwegs. Bis 8 Uhr früh darf man unbewachte Bäume klauen. Um sie anderswo aufzustellen, versteht sich. Um Punkt 8 Uhr muss der Bewacher vom Vater der Liebsten auf ein Bier (oder mehrere) in Haus gebeten werden. Die Liebste serviert zwischendurch Frühstück - und muss die Männerrunde dann aber wieder verlassen. Erst am Nachmittag darf der Bäumchensteller das Mädel zum Maiausflug abholen. (Falls er bis dahin nicht schon dicht ist vom Biertrinken mit Schwiegerpapa in spe ...)
Ach ja: Einen siebten Maibaum in Folge darf es nicht geben!
Vorher muss geheiratet werden!
Soweit die Tradition - hat mir ein erfahrener Bäumchensteller neulich im Detail erklärt.
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4 Kommentare:
ahja, kuhler Brauch, kenn ich garnicht.
Aber sowas mit den sieben Jahren shcon, das is bei uns aber anders, und heisst "Hungerbaum". Da stellt ma bei einem Pärchen, am 7. Jahrestag einen Hässlichen kleinen dürren Baum auf, und schmückt diesen, und hängt ein Schildchen mit nem spruch drauf, und wird dann zum Schnaps eingeladen.
Und das Paar muss jedes jahr für die Leute die den Baum aufstellen ein Festl geben, bis sie Heiraten :)
Das mit dem Hungerbaum ist ja auch ein witziger Brauch. Den kannte ICH wiederum nicht!
Ich kenne weder das eine noch das andere. ^^
Bist ja auch kein Schwabe! ;-)
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