Wochenendeinsatz. Party-Nacht in Koblenz. Ich bin der Fahrer. Drei Kollegen in der Karre. Navi programmiert. Der Satz, den ich jetzt eine Weile nicht hören möchte, lautet: "Aufgrund von Verkehrsstörungen wird die Route neu berechnet." Schlimmer Unfall auf der A 5. Zweieinhalb Stunden Vollsperrung. Ein Heli, fünf RTW, sieben Feuerwehrautos.
Super Dinge, die man tun kann, wenn man zweienhalb Stunden im Stau steht:
- den Liter Apfelschorle teilen, den man dabei hat
- das eine Wurstbrot und die eine Schoki auch
- Nägel feilen
- rauchen
- Radio hören
- jede Stunde die Navi-Anzeige fotografieren, auf der sich die Ankunftszeit immer weiter nach hinten schiebt
- sich von Leuten anquatschen lassen, die wissen wollen, ob auch ein Moderator im Auto sitzt
- Kulis verschenken
- sich Kekse von Fans anbieten lassen
- noch mehr rauchen
- ums Auto herum fangen spielen
- frieren
- mit dem Handy sinnlose Videos drehen
- zweimal den LVD anrufen und ihn fragen, ob er schon mehr über den Stau weiß
- den LVD anrufen und ihm erzählen, was man selbst über den Stau zu wissen glaubt
- Radio hören, um zu hören, ob der LVD unsere Meldung eingebaut hat
- Leute beobachten
- überlegen, ob man durch den Wald zur Bundesstraße rennt und sich dort von Kollegen abholen lässt
- Privates durchdiskutieren
- den Zeitplan für den Abend umwerfen
- jammern, dass man aufs Klo muss
- überlegen, wie man den Zeitplan doch noch schaffen könnte
- jammern, dass man Hunger hat
- den Projektleiter anrufen und ihn volljammern
- online gehen
Super Dinge, die andere Leute gemacht haben, während sie im selben Stau standen:
- Kekse an andere verschenken
- bis zur Unfallstelle joggen und kucken, was los ist
- zurückjoggen und sich von jedem ausfragen lassen
- mit einer leeren Plastikflasche Hockey spielen
- das Vesper aus dem Kofferraum holen
- Kulis schnorren
- mit den Kindern auf dem Standstreifen Engelchen-Flieg spielen
- sich auf dem Standstreifen sonnen
Schlussendlich sind wir mit über zwei Stunden Verspätung angekommen.
Aber nur, weil ich anschließend draufgedrückt habe wie verrückt.
Trotz allem war Koblenz ein riesiger Spaß.
5 Kommentare:
Was machst Du denn in Koblenz, der Stadt der Helden? Naja, eigentlich ist Koblenz die Stadt DES Helden, und seit ich da nicht mehr wohne, wahrscheinlich nicht mal mehr das.
Was ich da mache? Arbeiten. Berichterstatten. Knipsen. War super. Hab mich gleich in die Stadt verliebt. Aber mir ist natürlich sofort aufgefallen, dass was fehlt. Der Held ... ;-)
Ich bin am Wochenende heim gefahren. 730km. PRO STRECKE. Und losgefahren bin ich am Freitag um 15:30 Uhr. Ich weiß, klingt masochistisch, war es auch. Es hat die gesamte Strecke geregnet wie am Tag des jüngsten Gerichts. Ich habe es trotzdem irgendwie geschafft, anzukommen. Die Rückfahrt am Sonntag war angenehm. Es lebe das LKW-Fahrverbot ;o)
Lass mal rechnen, dann warst du vielleicht ... hm ... schätzungsweise 40 Stunden daheim? Davon hast du ungefähr 16 verschlafen. Bleiben also rund 24 Stunden.
Lohnt sich doch! ;-)))
Na aber selbstverfreilich sollst Du das nicht als Beleidigung auffassen. ^^
Im Gegenteil, die Jungspunde (hallo Van :D) sind doch die, die das nicht kennen.
Hach ja, früher war alles besser.
Kommentar veröffentlichen