Donnerstag, 26. März 2009

Herr T. baut Regale

Ich habe drei wackelige hölzerne IKEA-Schuhregale, die ich aus Platzgründen übereinandergestapelt habe. Leider ist diese Konstruktion recht einsturzgefährdet. Besonders beim Staubsaugen. ;-) Herr T. kann sowas nicht sehen. Also hat er die Regale auseinandergekommen, neu (und richtig) zusammengesteckt und fachgerecht mit Nägeln stabilisiert. Ich habe ihm mit Tränen in den Augen dafür gedankt. Dann ergab sich neulich folgendes Gespräch.

Ich: »Ich war mit Myriam shoppen.«
Herr T.: »Und, habt ihr was gefunden?«
Ich: »Nee, es war nicht so ergiebig. Aber ich hab Schuhe gekauft.«
Herr T. (leicht verzweifelt): »Eins sag ich dir aber gleich: Auf die Regalkonstruktion passt nicht NOCH eine Lage drauf!«

Dienstag, 24. März 2009

Herr T. ist wieder allein daheim

Ich: »Schön, dann hast du dein Revier ja wieder für dich!«
Herr T: »Ja! Und ich hab auch schon gewissenhaft in jede Ecke gepinkelt ... Du glaubst gar nicht, wie das stinkt. Wie hulle!«

Freitag, 13. März 2009

Die Frage nach dem »Warum« ...

In den letzten Tagen nach Winnenden kam ja keiner daran vorbei. Ich habe zwei ganz einfache Antworten darauf.
Dieser Kerl hat Menschen getötet, weil er

a) eine Waffe hatte
b) krank im Kopf war.

Punkt. Was gibt es denn da noch rumzudiskutieren? Jetzt kommt wieder das übliche Blabla von wegen Außenseiter und Killerspiele. Mal im Ernst: Warum mutieren nicht ALLE, die Killerspiele spielen, zu Amok-Läufern? Und warum werden nicht ALLE, die in der Schule gehänselt wurden, keinen Anschluss hatten oder sonstwie vom Leben gestraft wurden, zu Mördern?

Weil ein kleiner Teil ihres Selbsts namens Vernunft sie daran hindert.

In jeder Gesellschaft und in jedem Jahrhundert gab und gibt es Verrückte, Durchgeknallte, die andere Menschen im kleinen oder im großen Stil umbringen. Vielleicht sollte man sich das mal vor Augen führen. Allerdings ist es halt auch so verdammt einfach, wenn man einen Schuldigen hat. Die Killerspiele!

Ich werde beantragen, dass man demnächst Brotmesser verbietet. Damit könnte ich doch morgen meinen Nachbarn niederstechen!

Vielleicht mache ich es mir aber zu einfach. Ich sehe ein, dass man ergründen will, warum so was passiert ist. Gerade auch für die Betroffenen, deren Leid unermesslich ist. Aber wird man das je können? Es kann so viele Schuldige geben. Die Schule, die Lehrer, die Eltern, die Klassenkameraden, die fehlenden Freunde, die fehlende Partnerin. (Habt ihr mal von einem Amok-Läufer gehört, der ein Mädel hatte, das ihn von Herzen liebte?) Und schon bin ich wieder am Anfang. Ein solches Unglück passiert, wenn jemand a) krank in seinem armen Hirn ist und b) eine Waffe in die Finger bekommt.

Und die Lösung? Killerspiele verbieten? Waffen verbieten? Gedankenkontrolle?
Hm. Wie wäre es mit mehr Liebe und Fürsorge, von Mensch zu Mensch? Dass niemand verwahrlosen, vereinsamen und irre werden muss? Aber das ist natürlich eine Utopie.