Donnerstag, 29. März 2007

Abschiedsgemetzel

Carla geht. Verlässt uns. Schnüff. Deshalb gab es ein kleines Abschiedsgemetzel bei ihr in der Küche. Rote Haare für Carla, riesiger Spaß für Bine und mich.
Was Meeedchen unter sich eben so machen.

Bine ist seither mein berufliches Vorbild. Denn als Journalistinnen werden wir ja sicher irgendwann arbeitslos sein. Dann müssen wir umschulen. Auf Frisörin. Bine weiß schon, wie das geht.
Und ich gehe dann bei ihr in die Lehre ...

Es geht los.


Perfekte Technik.


Wenn sie nur sauigeln kann ...


Das fertige Kunstwerk.

Mittwoch, 28. März 2007

Tierische Therapie

Man könnte nicht nur wiehern vor Freude. Man sollte auch muhen, wie ich seit kurzem aus einem Homöopathie-Buch weiß.
Und es gibt eine kleine Kuh, mit der ich besonders gern muhe ...

Nein, es ist nicht die hier unten.
Die dient nur als Illustration für das Muhen.

Ah ja: In dem tollen Buch stand, dass Patienten, die das gleiche Mittel bekommen, wie ich gerade, "übergeschnappt oder kurz davor" seien ...
Besser kann man mich gar nicht beschreiben. ;-)

Montag, 26. März 2007

Kneipengespräche

Huch, schon wieder ein Wochenende rum. Feiern bis um 4 Uhr früh und danach nicht selbst heimfahren müssen - das ist toll! Mal wieder schlafen bis mittags ist fast noch toller.
Aber das Tollste sind die Gespräche.
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Jochen: "Ich habe da meine ganz eigene Vorstellung von Romantik. Ich bringe ihr nach dem Sex ein Glas Sprudel."
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Jochen: "Ich bin ja schon ganz oft wiedergeboren worden.
Früher war ich mal ein Ritter ... Und ein Krieger."
Kai: "Dann warst du aber kein guter Krieger.
Wenn du schon so oft wiedergeboren wurdest ..."
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Jochen: "Das Wichtigste am Feiern ist: ...
Nicht an morgen zu denken!"
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Die besten Anmachsprüche (präsentiert von Kai):

"Deine Eltern müssen Bäcker sein ... Du Schnitte!"
(Herr H.: DAS hättest du sagen sollen!)

"Deine Eltern müssen Diebe sein.
Sie haben für deine Augen 2 Sterne vom Himmel geholt."
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Wir haben recht vergeblich versucht, die Jungs davon zu überzeugen, dass sie sich ein Beispiel an Mr. Darcy nehmen sollten:
"Ich liebe Sie. Ich liebe Sie auf das Glühendste" - gesprochen im strömenden Regen und mit geeignetem Blick und dazu noch ernst gemeint - verfehlt nie seine Wirkung.
Beim kläglichen Versuch, diesen Spruch inhaltskonform ins Englische zu übersetzen, kam dann die ultimative Anmache dabei heraus:

"My love burns like hell."

Genau!

Donnerstag, 22. März 2007

Runaway Train

Ich finde ja, dass Bahnhöfe etwas absolut Grässliches an sich haben. Flughäfen spielen fast in derselben Liga, aber Bahnhöfe sind schlimmer. Meistens sind sie hässlich, kalt und schmutzig und ihnen haftet ein Hauch von Hast, Eile und Abschied an.
Besonders wenn man

1). entweder selbst im Zug sitzt und wegfährt
oder
2). einem Zug hinterherwinkt, in dem ein lieber Mensch sitzt, der wegfährt.

Das hat so etwas Unwiederbringliches und erhöht bei mir immer auf mysteriöse Weise den Feuchtigkeitsgehalt in den Augenwinkeln.

Mittwoch, 21. März 2007

Das Leben ist ein Ponyhof

Es ist mal wieder soweit:
"Man könnte wiehern vor Freude!"

Wer weiß, aus welchem Buch dieses Zitat ist?


Das ist übrigens Pepper. Sie gehört Mona.
Und sie ist gerade dabei, meine Kamera aufzufressen ...

Dienstag, 20. März 2007

Schnee über BAD

Also, dass unser Wetter immer verrückter spielt, ist kein Geheimnis. Klimakatastrophe, Ozonloch, Erderwärmung ... Hä? Von Erwärmung kann hier irgendwie keine Rede sein. Vor ein paar Tagen noch saß ich ohne Jacke (!) mit Bine in der Fußgängerzone und hab Eis gegessen. Bei strahlendem Sonnenschein, unter blühenden Bäumen. Und gestern musste ich die Winterstiefel wieder rauskramen, den Schal, die Handschuhe. Denn in BAD schneit es!

So sieht das Ganze von oben aus:



Und so von unten:



Da kriegt man doch gleich richtig Lust auf Frühlingsgefühle ... ;-)
Aber im Ernst: Wirklich unglücklich macht mich der erneute Wintereinbruch eigentlich nicht. Denn ich bin einer dieser seltsamen Menschen, in deren Urlaubsträumen weder Palmen noch Sonne, Meer oder Strand auftauchen.
Sondern eher Fellstiefel, Hundeschlitten und Kaminfeuer.

Freitag, 16. März 2007

Man ruft nur Flipper ...

Mein Kollege Pierre hat heute ein paar wahre Worte gesprochen:
"Jetzt ist es mal wieder soweit.
Zur Zeit flippen alle ... Ob Männlein oder Weiblein!"

Ich hoffe, dass ganz bestimmte Flipper sich wieder einkriegen. ;-)
Das hoffe ich wirklich.

Hier eine, die besonders schön flippt:
Carlissima!

Dienstag, 13. März 2007

Vielsagende Verben

Es gibt ein paar tolle Verben, die eigentlich gar nicht existieren. Trotzdem verwende ich sie gerne (oder habe sie von Bine übernommen). Wer ihre Bedeutung errät und/oder schöne Eigenkreationen anbieten kann, kriegt nen Keks.
  • abschlauchen
  • rumhirschen
  • schnurcheln
  • miesnickeln
  • zornigeln
  • rüberstrunzen
  • sich auskeksen

To be continued ...

Sonntag, 11. März 2007

Verkehrsstörungen

Wochenendeinsatz. Party-Nacht in Koblenz. Ich bin der Fahrer. Drei Kollegen in der Karre. Navi programmiert. Der Satz, den ich jetzt eine Weile nicht hören möchte, lautet: "Aufgrund von Verkehrsstörungen wird die Route neu berechnet." Schlimmer Unfall auf der A 5. Zweieinhalb Stunden Vollsperrung. Ein Heli, fünf RTW, sieben Feuerwehrautos.
Super Dinge, die man tun kann, wenn man zweienhalb Stunden im Stau steht:

  • den Liter Apfelschorle teilen, den man dabei hat
  • das eine Wurstbrot und die eine Schoki auch
  • Nägel feilen
  • rauchen
  • Radio hören
  • jede Stunde die Navi-Anzeige fotografieren, auf der sich die Ankunftszeit immer weiter nach hinten schiebt
  • sich von Leuten anquatschen lassen, die wissen wollen, ob auch ein Moderator im Auto sitzt
  • Kulis verschenken
  • sich Kekse von Fans anbieten lassen
  • noch mehr rauchen
  • ums Auto herum fangen spielen
  • frieren
  • mit dem Handy sinnlose Videos drehen
  • zweimal den LVD anrufen und ihn fragen, ob er schon mehr über den Stau weiß
  • den LVD anrufen und ihm erzählen, was man selbst über den Stau zu wissen glaubt
  • Radio hören, um zu hören, ob der LVD unsere Meldung eingebaut hat
  • Leute beobachten
  • überlegen, ob man durch den Wald zur Bundesstraße rennt und sich dort von Kollegen abholen lässt
  • Privates durchdiskutieren
  • den Zeitplan für den Abend umwerfen
  • jammern, dass man aufs Klo muss
  • überlegen, wie man den Zeitplan doch noch schaffen könnte
  • jammern, dass man Hunger hat
  • den Projektleiter anrufen und ihn volljammern
  • online gehen

Super Dinge, die andere Leute gemacht haben, während sie im selben Stau standen:

  • Kekse an andere verschenken
  • bis zur Unfallstelle joggen und kucken, was los ist
  • zurückjoggen und sich von jedem ausfragen lassen
  • mit einer leeren Plastikflasche Hockey spielen
  • das Vesper aus dem Kofferraum holen
  • Kulis schnorren
  • mit den Kindern auf dem Standstreifen Engelchen-Flieg spielen
  • sich auf dem Standstreifen sonnen

Schlussendlich sind wir mit über zwei Stunden Verspätung angekommen.
Aber nur, weil ich anschließend draufgedrückt habe wie verrückt.
Trotz allem war Koblenz ein riesiger Spaß.

Donnerstag, 8. März 2007

Erlesener Schmerz

Tobi ist gnadenlos. Er hat Spaß daran, mich zu quälen. Und ich bezahle ihn auch noch dafür. Nein, ich habe keine abartigen Vorlieben. "Ich habe Rücken" wie Horst Schlämmer sagen würde. Das ist das Los der schreibtischackernden Journalisten. Kollege Schlämmer vom Grevenbroicher Tagblatt weiß das natürlich längst. Und ich weiß, dass ich jetzt unbedingt was tun muss.

Also lasse ich mich seit kurzem von Tobi malträtieren und trainieren. Unter anderen Umständen könnte ich Tobi vielleicht sogar nett finden. Aber ich befürchte, dass ich von nun an des nächtens schweißgebadet aus dem Schlaf schrecke, weil ich mit zwei Kissen die Übung für den oberen Rücken nachahme und Tobi dabei schreien höre: "Komm schon, nicht schlappmachen. Du schaffst das!
20 Wiederholungen. Ich will das jetzt 20 Mal sehen!"

Und so bleibt Tobi erstmal der Alptraum meiner schlaflosen Nächte.

Dienstag, 6. März 2007

Fang das Stöckchen!

Lieber Andi, vielen Dank für das Stöckchen. Sonst hätte ich heute wohl nix für mein Blog gehabt ...

4 Jobs die Du in Deinem Leben hattest:

  • Hostess in einem Restaurant in Ami-Land
  • Pflegehelferin in einem Reha-Krankenhaus
  • Bespaßerin von Kindern bei der Stadtjugendpflege
  • Journalistin (heute: Zeitschrift; früher: Tageszeitung)

4 Filme, die Du immer wieder anschauen kannst:

  • Fluch der Karibik (natürlich nur wegen Johnny)
  • Brother Bear mit kanadischem Elch-Untertitel (zum Brüllen: "Beaudy"!!!)
  • Wenn Träume fliegen lernen (ich muss immer, immer heulen)
  • Texas (ich muss mir immer, immer vor Lachen fast in die Hose machen)

4 Orte, an denen Du gewohnt hast:

  • Trossingen (da bin ich aufgewachsen)
  • Palm Springs (für ein paar Monate nach dem Abi)
  • Ravensburg (da hab ich studiert)
  • Baden-Baden (da bin ich jetzt)

4 TV-Serien, die Du gerne schaust:

  • Öhhh, das kann ich nicht beantworten, denn ich habe kein Privatfernsehen. Im Öffentlich-Rechtlichen gibt es nicht so viele gute Serien. Was ich deshalb tatsächlich kucke, kann ich hier nicht zugeben. ;-)

4 Plätze, an denen Du im Urlaub warst:

  • Urlaub? Was ist das denn?

4 Webseiten, die Du täglich besuchst:
Das ist bei mir gaaaanz langweilig.

  • gmx.de
  • swr3.de
  • xunt.de
  • die bei mir verlinkten Blogs

4 Lieblingsessen:

  • Spargel-Erdbeer-Salat
  • Kartoffelbrei
  • Hühnchen mit Mango-Erdnuss-Soße
  • fast alles, was Annemie kocht, hmmm ;-)

Surprise, surprise

Es ist schon witzig: Da meint man, jemanden einigermaßen zu kennen und bemerkt auf einmal, wieviel man noch gar nicht vom anderen wusste. Und plötzlich entdeckt man gemeinsame Leidenschaften. Zum Beispiel die für bestimmte Automaten. Oder die Begeisterung für selbstgemachten Hefeteig. Bolognese. Marmelade.
Schön, dass es solche Überraschungen noch gibt.

Donnerstag, 1. März 2007

Futterneid

Wer wie ich in einer Großfamilie aufgewachsen ist, kennt sie nur zu gut: die gelben Post-its an diversen unglaublich verführerisch aussehenden Lebensmitteln. Darauf stehen liebreizende Botschaften: "Gehört Papa, Finger weg!" oder "Nur für Philipp". Oder schlicht: "Meins!"

Klar, dass die Dinge für Papa oder Philipp immer besonders lecker waren. Mousse au Chocolat oder Grießpudding. Das andere Zeug, das rumstand, hatte den Charme einer Zahnsteinentfernung. Naturjoghurt ohne Zucker. Oder Körniger Frischkäse. Gepaart ist dieses Phänomen mit der in Großfamilien weit verbreiteten Angst vor dem Hungertod. Man könnte ja nix mehr abkriegen. Also schnell den Teller vollladen, bevor alles weg ist. Nebenbei: Keinem von uns hat es je an etwas gefehlt. Ich habe es in dieser Familie, in der Lebensmittel derart rationiert waren, sogar geschafft, einigermaßen gut genährt auszusehen. Woher diese Panik kommt, weiß ich bis heute nicht.

Wenn es bei uns mal Cola gab (und das gab es selten), stellten wir alle unsere Gläser in einer Reihe nebeneinander auf. Einer schenkte ein und wurde mit Adleraugen überwacht. In jedem Glas musste exakt gleich viel drin sein. Auf den Milliliter genau.

Heute bin ich ein großes Mädchen und habe meinen eigenen Kühlschrank. Wochenends fülle ich ihn mit leckeren Sachen. Nicht mit Mousse au Chocolat, Gott bewahre. Man will ja gesund essen. Auch Futterneid gibt's nicht mehr, denn aufgrund emotionaler Tiefschläge und damit verbundener Abneigung gegen Lebensmittel im Allgemeinen verdaut sich das Zeug eh von selbst.
Das Post-its Phänomen gibt es allerdings immer noch. In unserem Redaktionskühlschrank! Ich traute neulich meinen Augen nicht. Und dann war ich doch wieder beruhigt. Denn offensichtlich geht es auch in anderen Familien zu wie bei uns.

Prost! Jetzt schenk ich mir ne Cola ein. Ganz voll bis oben hin!