Montag, 26. Februar 2007

Quälende Wahl

Ich will mir eine neue Kamera zulegen. Damit ich Fotos für dieses schöne Blog machen kann. (Dank Fabian weiß ich jetzt, dass es "DAS Blog" heißt.) Als ich mir vor Jahren meine erste Digicam kaufen wollte, habe ich über eine Woche lang mehrere Stunden am Tag im Netz recherchiert. Habe Testberichte gelesen, Datenblätter verglichen, mich in Foren beraten etc. Ben habe ich damit fast in den Wahnsinn getrieben.

Man sollte meinen, ich hätte daraus gelernt. Aber nein, ich mache das jetzt wieder genauso. Glücklicherweise habe ich in der Zwischenzeit studiert und weiß warum. Aus Angst vor der Kognitiven Dissonanz. Übersetzt heißt das "gedanklicher Missklang". Tritt auf, wenn man etwas gekauft hat und später merkt, dass das eine falsche Entscheidung war. Weil es z.B. etwas NOCH Besseres gibt. Und hier schlägt wieder Murphy's Law zu: Egal, wieviele Tage und Stunden ich mit Recherchen verbringe – am Ende werde ich etwas kaufen, nur um festzustellen, dass es dieses Teil anderswo billiger gibt oder dass es vielleicht doch nicht das Wahre ist.

Wer die Lösung dieses Problems kennt, soll sie mir bitte mitteilen. Und damit mein Leben verändern ... ;-)

Sonntag, 25. Februar 2007

Zukunftsträume

Am Wochenende an einer Supermarktkasse. Hinter mir in der Schlange stehen zwei Jungs. Zehn oder zwölf Jahre alt ungefähr. Sie unterhalten sich ernsthaft und nehmen ihre Umgebung gar nicht mehr wahr.

Der Eine: "Weißt du, was ich später mal werden möchte?"

Der Andere: "Nein. Sag doch mal ..."

Der Eine: "Reich ... "

Dann denkt er kurz nach und meint tiefsinnig:
"Und betrunken!!!"

Herrlich! Ab und zu wäre ich gerne noch mal so alt. Und ich tauschte mit Wonne die Annehmlichkeiten meines Erwachsenenlebens gegen derartige Zukunftsträume eines Steppkes. ;-)

Donnerstag, 22. Februar 2007

Wahrheit

Schon wieder Donnerstag und ich habe schon wieder nix gepostet. Deshalb kommt hier eine Kleinigkeit, damit mir meine Abermillionen von Stammlesern nicht irgendwann abspringen ... ;-) Es gibt in meinem Leben gerade ein paar unbequeme Wahrheiten. Die Wahrheit ist aber auch, dass ich jeden Tag aufs Neue merke, wieviele Menschen sich auf wunderbare Weise um mich kümmern und sorgen. Das ist einfach nur schön!

Special Thanks to:

Sabine, Sabine und nochmals Sabine
Annemie
Nico
Markus
Natalja
Andreas
Timo
Meike
Nathalie
Gabi
Steffi

UND: an die liebste Mama der Welt. Nämlich MEINE!

Montag, 19. Februar 2007

Trotzdem

Auch wenn die Welt zusammenbricht, gibt es erstaunlicherweise trotzdem immer noch was zu lachen.

Sabine und ich wollen Mittag machen. Wir sitzen im Auto. Ich kruschtel nach meiner Sonnenbrille.

ICH: "Mist, ich hab die Sonnenbrille daheim vergessen."

Dann sehe ich mich im Rückspiegel und erschrecke über den Wildwuchs oberhalb meiner Augen.

ICH: "Huch, ich sollte meine Augenbrauen mal wieder überdenken ..."
SABINE: "Find ich nicht. Das musst du erst, wenn du wegen der Augenbrauen keine Sonnenbrille mehr brauchst ..."

Sonntag, 18. Februar 2007

Stimmungswandel (Teil 2)

Ich hatte in der Schule mal einen Terminkalender. So ein Zwischending aus Hausaufgabenheft, Tagebuch und Poesiealbum. Einmal gab es einen Tag, der war so schwarz, dass ich die ganze Kalenderseite mit Edding schwarz angemalt habe. Ein solcher Tag ist heute. Totalabsturz des Lebens. Und da schreibe ich am Freitag noch von Sonne und Käfern und Wochenende ...

Freitag, 16. Februar 2007

Stimmungswandel

Die pessimistischen Fragen, die ich eigentlich für heute geplant hatte, müssen noch etwas warten. Denn – bei aller Anstrengung – heute kann selbst ich nicht allzu pessimistisch sein. Die Sonne scheint, man spürt schon einen Hauch von Wärme und Sabine und ich haben die Mittagspause draußen auf einer Bank verbracht. Mit zwitschernden Vögeln und einem Käfer, der erste Flugversuche unternommen hat. Außerdem höre ich das Wochenende schon ganz laut nach mir rufen.
Wer allerdings noch ein wenig dem Winter nachtrauert, den wir dieses Jahr nicht hatten, darf sich über diesen Schneestern freuen. Online selbst ausgeschnitten!

Mittwoch, 14. Februar 2007

Grüße von Murphy

Ich bin ein bekennender Pessimist. Immer auf den schlimmsten Fall vorbereitet sein. Dann trifft er einen nicht so hart, wenn er eintritt.
Ein paar der schönsten pessimistischen Weisheiten:

Irren ist menschlich. Um die Lage wirklich ekelhaft zu machen, benötigt man schon einen Computer.

Um etwas sauberzumachen, muss etwas anderes dreckig werden. Aber man kann alles dreckig machen, ohne etwas sauber zu bekommen.

Freunde kommen und gehen, aber Feinde sammeln sich an.

Alles Gute im Leben ist entweder ungesetzlich, unmoralisch oder es macht dick.

Man hat niemals Zeit, es richtig zu machen. Aber immer Zeit, es noch einmal zu machen.

Und ganz wichtig:

Die andere Schlange kommt stets schneller voran.

Dienstag, 13. Februar 2007

Neue Welten

Boaaaah! Zum ersten Mal kucke ich mir das ganze Blog-Gedöns auf einem PC an. Da eröffnen sich ja ganz neue Welten!!! Ich bin von den Socken, was es hier für Funktionen gibt, die mir an meinem Mac nie angezeigt wurden. Die alten Blogger-Hasen mögen mir meine Euphorie verzeihen ...

Man kann die Schriftgröße variieren.

Man kann rechtsbündig.
Man kann fett.
  • Man kann Aufzählungszeichen

Man kann kursiv!

Man kann bunt!

Faszinierend. Wieder was gelernt heute. Das gibt mir immerhin Hoffnung. Vielleicht kriege ich es ja auch irgendwann hin, ein Foto für mein Profil hochzuladen ... Lacht nicht!

Montag, 12. Februar 2007

Aufwachschmerz

Frühschicht ist an sich schon doof. Aber dass man dafür auch noch früher aufstehen muss, ist gemein und hinterhältig! Wenn ich vor meiner Zeit raus muss, hat das den Effekt, dass ich mir zuerst den Kopf an der Badezimmertür einrenne, mich später mit kochendem Wasser überschütte und zum Schluss fast mit einem Kleiderbügel erwürge.

Für dieses Phänomen gibt es eine Erklärung: den Aufwachschmerz. Leider kann ich die Theorie hier nicht angemessen wiedergeben, vorher muss ich nochmal eine Fachfrau befragen. Ich stimme nicht immer allen Theorien der Anthros zu, aber die mit dem Aufwachschmerz kann ich voll unterschreiben.

Ein Vorteil hat das Ganze allerdings: freie Parkplatzwahl beim Funk!

Freitag, 9. Februar 2007

Sammelschublade

Eigentlich hätte ich ja ein Eichhörnchen oder ein Hamster werden sollen. Kleiner Fehler bei der Konstruktion. Äußerlich. Denn innerlich habe ich immer den Drang, Vorräte für schlechte Zeiten anzuhäufen. Wer mich also am Fuße eines Baumes kauern sieht, mit einem Schäufelchen in der Hand und erdverschmierten Händen, weiß gleich: Das Mädel backt nicht etwa Sandkuchen, sondern vergräbt Nüsse für den Winter ...
Im Ernst: Wegen meiner Sammelleidenschaft muss ich mich ab und an auf den Arm nehmen lassen.

Er (nach Blick in meine Abstellkammer):
"Du solltest dir mal die Lagerhaltungskosten für das ganze Zeug ausrechnen! Kannst du dir das überhaupt leisten?"

Auf eine derart fundierte betriebswirtschaftliche Argumentation war ich nicht vorbereitet und wusste nix zu sagen. Später wurde ich dann von einem anderen Wirtschaftsguru daraufgebracht, den angeprangerten Lagerhaltungskosten die ungleich höheren Beschaffungskosten im Falle eines Notfalls gegenüberzustellen. Ihr erinnert euch: Wohnung auf einem mittelhohen Berg ohne Zivilisation und weiter Weg bis zur nächsten Nahrungsbeschaffungsgelegenheit. Man stelle sich vor, man möchte Salat machen und plötzlich geht einem das Öl aus. Und man hat keine Flasche in Reserve. Dann ist aber Essig mit dem Salat!

Die Sammelleidenschaft hat aber auch ihre Vorteile. Zum Beispiel, wenn man morgens zu spät aus dem Bett kriecht. Keine Zeit für Frühstück hat, keine Zeit, ein Brot zu schmieren und keine Zeit, noch beim Bäcker reinzuhetzen ... Irgendwann im Laufe des Tages (bei mir spätestens um 11 Uhr) kriegt man nämlich doch Hunger. Und dann macht man die Schreibtischsammelschublade auf ... und findet Vorräte für schlechte Zeiten!!! Deshalb machen wir Eichhörnchen das!

Donnerstag, 8. Februar 2007

Matte Scheibe

Kennt jemand Kalkofes Mattscheibe? Da werden unter anderem diese unsäglichen Homeshopping-Kanäle parodiert. In einer Folge nimmt Kalkofe so eine wahnsinnige Verkäuferin auf die Schippe.
"Sie" erzählt, was im Irrenhaus Heimschopping alles zur Therapie gehört: Pillen ohne Ende und regelmäßige Elektroschocks ...
Zum Schluss sagt sie: "Und wenn ich irgendwann hier rauskomme, bring' ich alle um!"

Jaaaa, und ich werde unserem Affenstall demnächst auch entfleuchen. Und alle umbringen.

P.S. Kann man für sowas ins Gefängnis kommen?

Mittwoch, 7. Februar 2007

Gen-Obst

"Es hingen einst zwei Trauben
wie die Turteltauben
ungestört an einem Strang.
Ihr ganzes Sommerleben lang."

Kennt jemand dieses Lied von Götz Widmann?
Es geht darin um zwei Weintrauben, die schrecklich verliebt sind.
Sie können sich aber nicht kriegen, weil sie logischerweise immer nur nebeneinander hängen ...

Und jetzt kuckt mal: Das habe ich neulich bei meinem Obst entdeckt.
Hab sowas schon bei Kartoffeln gesehen, oder bei Tomaten.
Aber noch nie bei Trauben!

Fazit: Geht doch! Wenn man nur will ... ;-)
Grüße an alle, die mit diesem Lied etwas verbinden.
Besonders an den, der es wie kein zweiter (außer Götz) singen & begleiten kann.
Auch wenn es dafür ein wenig M.-er Gehirntod braucht ... :-)

Dienstag, 6. Februar 2007

Fieses Bohren

Ich habe Geräusche im Ohr. An alle Heilpraktiker dieser Welt, die mir jetzt zur Hilfe eilen wollen: Nein, es ist kein Tinnitus! Und nein, es ist auch nicht psychosomatisch! Es sind die Elektriker auf unserem Büroflur. Seit Wochen schrauben sie da draußen an den Lampenverkleidungen rum. Es bohrt. Es hämmert. Es NERVT!!! Außerdem hören sie laut Radio. Den falschen Sender übrigens! Und sie haben Handys. Das ist nicht so harmlos, wie es klingt! Denn diese Handys klingeln. Und Piepen. Dauernd!

Wir haben bei uns eigentlich eine Offene-Türen-Philosophie. Gestern wurde diese Regelung spontan abgeschafft. Ein großer Fehler! Denn von Stund an ging es so: Klopfklopf, Tür auf, Elektriker rein, Licht an, Licht aus, "Scheiße, der Schaltkreis funktioniert noch nicht!", Elektriker raus, Tür zu.
2 Minuten später: Klopfklopf, Tür auf, Elektriker rein, Leiter rein, Gefummel an den Neonröhren, Licht an, Licht aus, Fluchen, Leiter raus, Elektriker raus, Tür zu. Das höfliche Klopfen an der Tür hörte irgendwann auf. Der Rest leider nicht.

Meine Texte werden heute nochmal überarbeitet. Denn man merkt ihnen einen gewissen bohrenden Kopfschmerz an.

P.S. Gerade ging es wieder los. Und aus dem Nachbarbüro höre ich verzweifelte Schreie: "Warum??? WARUM???"

Freitag, 2. Februar 2007

Goldenes Gestammel

Gestern Abend habe ich mit kranker Faszination die Verleihung der Goldenen Kamera angeguckt. Unglaublich! Dazu muss ich vielleicht erwähnen, dass ich in einem kleinen Dorf auf einem mittelhohen Berg wohne. Dort gibt es kein Kabelfernsehen. Nebenbei: Es gibt auch kein DSL, keinen Handyempfang und auch sonst wenig Anzeichen von Zivilisation. (Aber wir sind vor kurzem von den Bäumen gestiegen und haben uns Strom und fließend Wasser angeschafft ...)

Ja. Also. Abends komme ich dann gelegentlich müde nach Hause. Habe keine Lust auf Lesen, Putzen oder andere lustige Dinge. Meine DVDs kenne ich schon auswendig. Und die Malen-nach-Zahlen-Sets hab ich auch schon alle vollgepinselt. Also muss ich fernsehen. Bei nur 3 Programmen – über Antenne! – gibt es nicht besonders viel Auswahl. Karnevalssitzung im Ersten, Eisenbahnromantik im Dritten – bleibt also nur die Goldene Kamera. Dazu fallen mir ne Menge Adjektive ein. "Verlogen" trifft es vielleicht am besten. „Wir alle lieben dich“, sagt der Laudator zur Geehrten und die Kamera macht einen Schwenk durch das Haifischbecken ... äh, das Publikum. Klar! Zum Frühstück! Am schlimmsten sind aber die Simultanübersetzungen. Kaum macht ein nicht-deutschsprachiger Gast den Mund auf, wird er übertönt von einer penetranten Übersetzerstimme. Kann denn keiner Englisch? Lionel oder Nicolas sind im O-Ton doch wenigstens ETWAS interessanter. Ok, die Hauptzielgruppe von ARD, ZDF und SWR (Großelternfernsehen) ist vielleicht nicht so fremdsprachenaffin, das sehe ich ja ein.

Eine Sache würde mich mal brennend interessieren. Wie kommen eigentlich die Auszeichnungen zustande? Ich meine, wenn ein Glitzermensch mitkriegt, dass er für einen Oscar nominiert wurde, kommt er natürlich zur Verleihung. Aber wenn die Sekretärin der Hörzu-Jury bei Pierce Brosnan anruft und ihm sagt, er sei für Umweltschutzengagement nominiert, sagt er dann sofort: „Hey, Wahnsinn, ich komme“? Was, wenn er Nein sagt? Hätte die Jury für diesen Fall einfach einen Ersatzgewinner in petto? Außerdem: Wenn ICH irgendwann angerufen werde, lege ich mir eine hübsche kleine Rede zurecht. Lerne sie vorher auswendig. Vergesse keinen, dem ich danken muss und stammle vor allem vor dem Mikro nicht so rum. Mann! Den Abend hätte ich wohl doch besser mit Malen-nach-Zahlen verbracht.

Donnerstag, 1. Februar 2007

Gehversuche

Mein erster Eintrag. Bin scho ganz uffg'regt. Jetzt hab ich genau zwei Möglichkeiten: Entweder, ich überlege mir seeehr genau, was ich schreibe. Oder ich hau einfach drauflos. Mal sehen.

Vielleicht erkläre ich zuerst, was eine "Printe" ist: eine Magazinerin, eine Schreiberin, eine Autorin, eine, die "Print" macht. Eine wie ich. Die liebevolle Namenskreation kommt von meinem Kollegen Pierre. Sie hat mein Leben verändert, meine Identität geklärt. Danke dafür! Denn neben Orga-Frau, Mädchen-für-alles, Kummerkasten und Kollegin, die schwierige Telefonate erledigen muss, bin ich vor allem eines: mit Leib und Seele Printe!

Nachdem ich jetzt schon ewig täglich Daniels Blog lese, ist es mehr als Zeit, meinen eigenen zu kriegen. Denn: In das Tagebuch neben dem Bett kann man die geheimen Geheimnisse schreiben. Die offiziellen Geschichten stehen im Magazin. Aber was mache ich mit den Gedanken, die zu wenig geheim fürs Tagebuch und zu wenig offiziell für die Zeitschrift sind? Ha! Ich hab die Lösung! Sie kommen hier rein.
Ob das dann jemanden interessiert, ist die andere Frage. ;-)

Soviel für heute.

P.S. Heißt es "der Blog" oder "das Blog"??? Zum Glück habe ich beruflich nix mit Sprache zu tun.